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Mediation

Mediation

Copyright A. Dutschmann 2004. Download und Kopien nur komplett!
www.drdutschmann.de

Was ist Mediation?

Mediation ist die Vermittlung bei Konflikten in einem außergerichtlichen Rahmen.

Ziele der Mediation

Möglichst hohe Gewinne für alle Beteiligten (“Win-Win-Situation”)

Statt, wie bei einem Rechtsstreit gegeneinander um Positionen zu kämpfen, wird versucht, Lösungen zu finden, die von allen Beteiligten als Gewinn aufgefasst werden.

Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten.

Berücksichtigte Aspekte der Mediation

Sachinteressen
Es wird versucht, berechtigte Sachinteressen der Beteiligten zu sehen und zu berücksichtigen.

Motivationale und emotionale Bedingungen
Über die sachlichen und sächlichen Bedingungen hinaus werden die Bedürfnisse und Gefühle der Betroffenen in die Lösung mit einbezogen.

Ursachen des Konfliktes
Der Zukunftbezug der Konfliktlösung ist von entscheidender Bedeutung. Beachtet werden aber auch Entstehungsbedingungen und Hintergründe des Konfliktes, soweit sie zur Aufrechterhaltung des Konfliktes beitragen können.

Anforderungen an die Konfliktparteien

Freiwilligkeit
Mediation ist nur bei ausdrücklicher Einwilligung aller Beteiligten möglich

Berechtigte Interessen
Mediationsfähig sind nur berechtigte Interessen. Das Durchsetzenwollen auf Kosten Anderer ist nicht verhandlungsfähig.

Lösungsbereitschaft
Eine Bereitschaft zur Einigung ist erforderlich. Das Bedürfnis nach Rache, Bestrafung etc.kann zur Konflikteskalation beitragen.

Anforderungen an den Mediator

Sachkunde
Der Mediator benötigt profunde Kenntnisse im Konfliktmanagement. Auch zu diesem Zweck wurde das Strategische KonfliktManagement entwickelt.
Zusätzlich ist Basiswissen im Zusammenhang mit dem Konfliktkontext erforderlich (z.B. rechtliche oder betriebswirtschaftliche Kenntnisse).

Allparteilichkeit
Der Mediator ist nicht nur neutral sondern vertritt die Interessen aller Beteiligten.

Souveränität, Emotionale Kompetenz
Der Mediator verfügt über gute Fähigkeiten zum Selbstmanagement bes. bezüglich seiner Emotionen.

Soziale Kompetenz
Er benötigt Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit.

Methodische Flexibilität
Notwendig sind Kreativität und die Fähigkeit, sich auf den jeweiligen Kontext einzustellen.

Ablauf einer Mediation

Dieser ist weitgehend abhängig von der Problemstellung und der Anzahl der beteiligten Personen. Eine Scheidungsmediation erfordert ein anderes Vorgehen, als ein Konfliktmanagement in einem Unternehmen.

In der Regel werden u.a.folgende Punkte und Schritte sinnvoll sein:

  • Darstellung der Rolle des Mediators als allparteilicher Vermittler.
  • Abbau von Misstrauen gegenüber Mediation.
  • Explizit Idealziel formulieren: Alle sollen möglichst als Gewinner aus dem Konflikt hervorgehen (“win - win -Regel”).
  • Umgangs- und Verfahrensregeln festlegen (Fairness und deeskalierende Kommunikation betreffend).
  • Ggf. getrenntes Training der Parteien in fairer und deeskalierender Kommunikation.
  • Mediator “übersetzt” Aussagen der Beteiligten in deeskalierender Art, fördert Verständnis für die - Bedürfnisse der jeweilig anderen Partei, achtet auf Einhaltung der Regeln.
  • Mediator versucht, wichtige Punkte und Zusammenhänge graphisch darzustellen, betont dabei Gemeinsamkeiten und positive Ansätze.
  • Der Mediator macht taktvoll aber deutlich auf Regelverstöße, Denkfehler, emotionale Entgleisungen aufmerksam und bietet Hilfen zur Korrektur an.
  • Darstellung des Konfliktes aus der Sicht der beteiligten Parteien.
  • Klärung des erwünschten Zielzustandes.
  • Frage klären, was passieren würde, wenn man sich nicht einigt - gibt es eine bessere Alternative zur Mediation?
  • Hintergründe und ggf. Geschichte des Konfliktes analysieren.
  • Lösungsmöglichkeiten erarbeiten (alle sollen möglichst als Gewinner aus dem Konflikt hervorgehen).
  • Diskussion der verschiedenen Lösungsoptionen, Vor- und Nachteile artikulieren.
  • Mediator vermeidet Kundgabe eigener Standpunkte, regt aber neue Sicht- und Lösungsmöglichkeiten an.
  • Schriftliche Fixierung von Lösungsvorschlägen und Schritten zu deren Verwirklichung.
  • Ggf. mit kleinen Schritten beginnen, wenn der Konflikt zu komplex ist.
  • Umsetzung der Lösungsvorschläge.
  • Evaluation (Bewertung) des Erfolges.